Es gibt kein Vergangenes,
das man zurücksehnen darf,
es gibt nur ein ewig Neues,
das sich aus den erweiterten Elementen
der Vergangenheit gestaltet,
und die echte Sehnsucht
muss stets produktiv sein,
ein Neues, Besseres zu schaffen.

(Giordano Bruno, 1548 - 1600)

 

 

 

Die neuen Planeten, die neuen Sterne, die neuen Atome... Wenn Sie draußen gegen den Himmel schauen, sehen Sie tausend Funken. Das sind die Uratome und sie schießen in die Materie. Das sind die kreativen, die schaffenden Uratome. Der Raum schafft immer. Sachen entstehen, ohne dass wir etwas dafür getan haben. Spontanes Entstehen aus sich selbst heraus.

(Irina Tweedie)

 

 

Suchen - das ist Ausgehen von alten Beständen und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuen.

Finden - das ist das völlig Neue!

Das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer!

Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die sich im Ungeborgenen geborgen wissen, die in die Ungewissheit, in die Führerlosigkeit geführt werden, die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen, die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht - menschlich beschränkt und eingeent - das Ziel bestimmen.

Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis im Außen und Innen: Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.

(Pablo Picasso)

 

Auch im Jahr 2020 werde ich hier jeden Monat einen Impulstext mit einer kleinen inneren Übung veröffentlichen. Ein paar Worte zu deren Verwendung:

Es geht nicht darum, für diese Übungen in tiefe Meditation zu gehen. Es geht auch nicht darum, eine vom Alltag separierte Zeit mit den Texten und den Übungen zu verbringen. Vielmehr reicht es aus, hin und wieder daran zu denken und die Aufmerksamkeit für einen kleinen Moment in die vorgeschlagene Richtung zu bewegen. Das darf gerne immer wieder geschehen, mitten im Alltag und immer, wenn es euch gerade einfällt. Es soll ganz und gar mühelos sein und tatsächlich soll es eher wie von selbst geschehen, als dass etwas gemacht oder getan wird.

Ein weiterer Teil kann sein, die Wirkung zu beobachten, die sich durch das Richten der Aufmerksamkeit vielleicht einstellt. Passiert nichts? Tut es gut? Ist es angenehm? Ist es ungewohnt und neu? Reagiert etwas in meinem Körper darauf, oder entstehen Gedanken, Gefühle? Alles, was geschieht, ist richtig... keine Prüfung, keine Leistung, sondern ein Spiel mit dem Bewusstsein, dem Vorstellungsvermögen, der Aufmerksamkeit...

Wenn du die Texte jeweils am Anfang des Monats per E-Mail erhalten möchtest, schreibe mir das kurz und ich trage dich in den Verteiler ein. Ich wünsche euch viel Freude damit!

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

 

Wer sein Herz erweckt, der stellt staunend fest, dass dieses Herz leer ist. Es ist wie ein Blick in den Weltraum. Was bin ich, wer bin ich, wo ist mein Herz? Wer wirklich schaut, der findet nichts Greifbares, nichts Festes... Wenn du dieses erwachte Herz suchst, wenn du hier in der eigenen Brust danach tastest, findest du nichts als Zartheit. Weich und wund fühlt es sich an, und wenn wir unsere Augen für die Welt öffnen, überkommt uns eine abgrundtiefe Traurigkeit. Diese Art von Traurigkeit hat aber nichts mit äußeren Gründen zu tun. Du bist nicht traurig, weil dich jemand verletzt hat oder du einen Verlust zu beklagen hast. Diese Traurigkeit ist grundlos. Sie rührt daher, weil dein Herz ganz bloßgelegt ist. Keine Haut scheint mehr darüber zu sein, es ist rohes Fleisch. Setze eine winzige Mücke darauf, du wärst zutiefst davon berührt... Es ist dieses sanfte Herz des Kriegers, das die Macht hat, die Welt zu heilen.

Chögyam Trungpa: Des wahren Kriegers sanftes Herz der Traurigkeit

 

 

So sagt es Nelly Sachs. Ist es so, wie seht ihr es? Werden sämtliche unserer Baustellen, Nöte, Probleme, Sorgen, Stockungen, Krisen, Leiden, Unzufriedenheiten von uns als solche erlebt, weil sie nicht mit dem von uns Ersehnten übereinstimmen? Setzt die Sehnsucht uns in Bewegung, uns in etwas Unbekanntes hineinzuwagen? Denn das Ersehnte ist ja ungeformt, unbekannt, ohne leicht leserlichen Namen und Adresse... und führt es uns nicht in etwas Größeres, Weiteres, Tieferes als die zurückgelassenen Kartierungen des eigenen Seins?

Mich selbst hat jedenfalls die Sehnsucht die wundersamsten, erstaunlichsten von allen meiner Wege geführt, sie tut es noch immer - und gerade auf diesen Wegen habe ich Essentiellstes für meine Arbeit gelernt. So stelle ich mich euch weiter gerne als Wegbegleiterin für eure Sehnsuchtspfade zur Verfügung, als Kundige im Lesen von deren Wegweisern und Landkarten, mit all meiner Erfahrung im Verstehen von verborgenen oder als Probleme verkleideten Botschaften, im Stellen der ausrichtenden klugen Fragen...

 

... sind Themen und Begriffe, die mich in 2019 sehr beschäftigen, bewegen, umtreiben, in meine Arbeit fließen und ihr neue Formen geben, meine Gedanken in unbekannte Bewusstseinsschichten hinein wandern lassen wie in ferne Länder, mir neue Böden bauen und mich darauf Schritt für Schritt weitergehen lassen, innerlich und äußerlich... in solchen Worten finde ich sie bei anderen wieder:

 

Die entscheidende Frage für den Menschen ist: Bist du auf Unendliches bezogen oder nicht? Das ist das Kriterium des Lebens.

(Carl Gustav Jung)

 

Ich glaube, die innere Motivation aller Menschen, etwas Neues zu schaffen, ist die innere Motivation der Evolution selbst, die sich in dir und mir auf jeweils einzigartige Weise inkarniert. Und wenn du diese Motivation 100-prozentig bejahst, wird sie so stark in dir, dass du nicht älter wirst, sondern neuer. Du wirst neuer, weil die Welt immer wieder neu ist.

(Barbara Marx Hubbard)

 

 

 

Wieder sind in den heiligen Nächten des Jahreswechsels meditative Impulstexte für jeden Monat des Jahres 2019 entstanden. Sie sollen dazu einladen, in bestimmte Aspekte der Zeitqualität einzutauchen, die mit den Tierkreiszeichen in Resonanz stehen. In diesem Jahr kreisen alle Texte um das gemeinsame Thema des Verbundenseins.

Die Texte können per E-Mail bestellt werden und kommen dann jeden Monat um den 21. herum ins Postfach - kostenfrei oder auch gern gegen eine freiwillige Spende für den Aufwand.

Alternativ dürfen die Texte auch hier heruntergeladen werden: einfach auf das Wort "pdf" klicken.

Steinbock / Januar: pdf

Wassermann / Februar: pdf

Fische / März: pdf

Widder / April: pdf

Stier / Mai: pdf

Zwillinge / Juni: pdf

Krebs / Juli: pdf

Löwe / August: pdf

Jungfrau / September: pdf

Waage / Oktober: pdf

Skorpion / November: pdf

Schütze / Dezember: pdf

 

 

Factfulness

Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist.

Hans Rosling (ISBN 978-3550081828) 400 Seiten

 

Visionäre des Geistigen wie Sri Aurobindo oder Rudolf Steiner beschreiben eine evolutionäre Weiterentwicklung des menschlichen Bewusstseins. Aus dieser Perspektive heraus habe ich Hans Roslings Buch gelesen: es beschreibt für mich eine Manifestation dieser geistigen Entwicklung im Irdischen und wie kraft menschlicher Kreativität (ja sogar Ko-Kreativität, denn es geht um von vielen Menschen gemeinschaftlich Vollbrachtes) bereits unzählige Missstände auf der Erde zum Besseren verwandelt und umgestaltet worden sind. 

Wem das Buch zu dick ist, findet in der von mir sehr geschätzten "Lösungskolumne" der Süddeutschen eine Zusammenfassung (klick!) - dort war ich auch auf das Buch aufmerksam geworden.

 

 

... hier... (klick!)

 

 

Welch ein kreativer Flow und freudiger Gestaltungsrausch hat uns alle im November 2017 durch das Wochenende getragen! Danke an Vibhuta für die inspirierende Anleitung, die mitgebrachte Material- und Erfahrungsfülle, das wunderbar leichte Zusammenspiel mit dir. Danke an das Team des Impulshauses für die tolle Werkstatt, die köstliche Verpflegung und das wir uns im ganzen Haus so ausbreiten durften. Und danke an alle Teilnehmer*innen für all die helle Freude mit euch!

Unsere Sehnsüchte und Wünsche haben wir in vielfältige Formen gebracht und unsere Ausrichtung darauf in den Aufstellungen präzisiert und vertieft. Weiter unten kommen endlich ein paar Foto-Impressionen.

Eine Teilnehmerin: "Ich kam erschöpfter als ich dachte aus meiner Arbeitswoche zum Seminar und hatte sogar kurz daran gedacht, mich noch kurzfristig abzumelden. Zum Glück habe ich es nicht getan. Ich bekam den Raum, alles ganz in meinem Tempo zu tun. Die behutsame wie sehr fundierte Begleitung in den Aufstellungsrunden war wunderbar, und die Arbeit im Werkstattraum, in dem so viele inspirierende Materialien und ausreichend Platz zur Verfügung standen, haben einen breiten Strom an kreativer Gestaltungslust entfesselt. Ich mochte gar nicht mehr aufhören... Insgesamt 4 Kästchen zu unterschiedlichen Themen sind entstanden. Es ist magisch! Einfach an einer Stelle mit einem ersten Impuls zu beginnen und dann überrascht zu werden, was sich da aus sich selbst heraus schlussendlich herausbildet und zeigt."

Weitere Eindrücke aus dem November 2017 können auf Vibhutas Webseite angeschaut werden.

 

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